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Poster
Der AA-Genotyp des regulatorischen BCL2 Promotorpolymorphismus (-938C>A) ist mit einem günstigen 5-Jahres-Überleben bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen (PEC) des Oropharynx assoziiert
Peter Franz - HNO-Universitätsklinik, Essen Goetz Lehnerdt - HNO-Universitätsklinik, Essen Agnes Bankfalvi - Institut für Pathologie und Neuropathologie, Essen Sara Grehl - Universitätsklinik für Strahlentherapie, Essen Stephan Lang - HNO-Universitätsklinik, Essen Kurt W. Schmid - Institut für Pathologie und Neuropathologie, Essen Winfried Siffert - Institut für Pharmakogenetik, Essen Hagen S. Bachmann - Institut für Pharmakogenetik, EssenGMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2008;4:Doc41
© 2008 Franz et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Sie dürfen vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden. Zusammenfassung
Einleitung: In Vorarbeiten konnte unsere Arbeitsgruppe nachweisen, dass das A-Allel eines spezifischen Single Nucleotide Polymorphism (SNP) im BCL2-Gen (-938C>A) Einfluss auf den klinischen Verlauf der B-CLL und des Mammakarzinoms hat. Die C>A-Mutation führt zum Verlust einer Sp1-Transkriptionsfaktorbindungsstelle an der negativ-regulatorischen Promotorregion 2. Die Folge ist eine Aktivitätssteigerung der ersten Promotorregion, sowie der Transkription insgesamt.
Methodik: Studienziel war die Evaluation der Prognoserelevanz des (-938C>A) SNPs in einer unselektierten Reihe von PEC des Oropharynx sämtlicher Stadien und Therapieregime. Die durch Pyrosequenzierung ermittelten Genotypen wurden mit den klinischen Daten korreliert.
Ergebnisse: Der mittlere Nachbeobachtungszeitraum der 133 Patienten (105♂: 28♀) betrug 40 Monate. Die Genotypenverteilung (CC=38 (29%), CA=59 (44%) und AA=36 (27%)) lag im Hardy-Weinberg-Gleichgewicht und zeigte keine statistisch signifikanten Unterschiede im Vergleich zu Referenzkollektiven. Dies spricht gegen eine starke Assoziation des SNPs mit einer Prädisposition für Oropharynx-PEC. In der Verlaufsanalyse zeigte sich, dass die 5-Jahresüberlebensrate signifikant mit den Genotypen korrelierte (CC 34,2%, CA 47.7%, AA 60,0%; p=0,024 logrank test). Somit haben A-Allel-Träger ein prognostisch signifikant günstigeres 5-Jahres-Überleben.
Schlussfolgerung: Die Untersuchung konnte zeigen, dass der (-938C>A) Polymorphismus bei Oropharynx-PEC einen potentiellen genetischen Tumormarker zur Vorhersage des klinischen Verlaufs darstellt.
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| GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery | Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e. V. | ISSN 1865-1038 | DGHNOKC |