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Die elektronische Publikation aller Kurzfassungen der Vortrags- und Posterbeiträge im Vorfeld der
Jahrestagung bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich frühzeitig über die wissenschaftlichen
Inhalte zu informieren und zu einer lebhaften Diskussion beizutragen.
Das Hauptthema Neugeborenen-Hörscreening - Neue Anforderungen an die Phoniatrie und Pädaudiologie
unserer Jubiläumstagung unterstreicht aktuell einen Schwerpunkt unserer zukünftigen Aufgaben.
Ein großer Erfolg ist die Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses an den Gesetzgeber,
das Universelle Neugeborenen-Hörscreening ab dem 01.01.2009 als gesetzliche Regelleistung anzuerkennen.
Das flächendeckende UNHS bietet die Basis für die Früherkennung und Frühversorgung schwerhöriger Kinder.
Auf uns kommen große Aufgaben im Tracking und Follow up zu. Ziel ist die frühe Intervention, auch durch
regionale Netzwerkbildung der beteiligten Fachdisziplinen. Insbesondere im Follow up sind effektive
Strategien für eine kurzfristige pädaudiologische Diagnosestellung zu entwickeln. Die Frühdiagnostik wird
uns neue Einblicke in die Ursachen und die möglicherweise auch seitengetrennt unterschiedlichen Verläufe
angeborener Hörstörungen gewähren. Auf dieser Grundlage sind präventive Maßnahmen und Modifikationen des
therapeutischen Procedere zu entwickeln.
Zahlreiche Studien aus den verschiedenen Bundesländern beleuchten die unterschiedlichen Aspekte des
universellen Neugeborenen-Hörscreenings einschließlich Tracking, Follow up, Qualitätssicherung und Netzwerkbildung.
Unterschiedliche methodische Vorgehensweisen werden in Modellprojekten vorgestellt.
Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der Ursachenforschung und differentialdiagnostischen Abklärung
der verschiedenen Formen der Schallempfindungsschwerhörigkeit. Insbesondere bzgl. der Prävalenz und
klinischen Verlaufsform der auditorischen Neuropathie und der retrocochleären Hörstörungen sind weitere
Erkenntnisse hilfreich, um frühzeitig zielgerichtete Maßnahmen einleiten zu können. Dieses gilt auch für
Konzeptentwicklungen in der Hörrehabilitation und der Behandlung von auditiven Verarbeitungs- und
Wahrnehmungsstörungen, um die Chancen des Kindes auf eine möglichst normale Hör- und Sprachentwicklung zu erhöhen.
Ein weiteres Thema der hier präsentierten Beiträge stellen die Kommunikationsstörungen bei orofazialen
Fehlbildungen und bei Defektversorgungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich dar.
Studien zu computergestützt erhobenen Messparametern der Stimme, der Stimme im Alter und
den besonderen Aspekten in der Behandlung von Sängern und Musikern unterstreichen das weite
Spektrum des Facharztgebietes Phoniatrie und Pädaudiologie.
Den Mitarbeitern der Redaktion German Medical Science (Köln) möchte ich herzlich für ihr Engagement bei
der Bearbeitung der elektronisch angemeldeten Abstracts, dem Informationsaustausch mit den Autoren und
der Erstellung der online-Publikation danken. Insbesondere die Kooperation mit Frau Simone Haas zeichnete
sich durch eine sehr hilfreiche und fürsorgliche Unterstützung aus.
Univ.-Prof. Dr. med. Antoinette am Zehnhoff-Dinnesen
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für
Phoniatrie und Pädaudiologie
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