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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
einer boomenden medizinischen Forschung stehen zunehmend finanzielle Beschränkungen gegenüber.
Um die Versorgungsqualität der Patienten zu gewährleisten oder sogar zu steigern,
bedarf es daher effektiver Werkzeuge zur objektiven Bewertung medizinischer Verfahren für den
gesundheitspolitischen Entscheidungsprozess. Health Technology Assessment (HTA) synthetisiert
den aktuellen wissenschaftlichen Stand eines Verfahrens zu einer verständlichen gesundheitspolitischen
Entscheidungsgrundlage von hoher Qualität. Dabei wird nicht nur die Wirksamkeit eines Verfahrens unter
idealen Studienbedingungen (efficacy) berücksichtigt, sondern auch unter Alltagsbedingungen (effectiveness).
Die ökonomische Wirksamkeit (efficiency) wird ebenfalls erfasst sowie soziale,
juristische und ethische Auswirkungen.
HTA in der Praxis ist für alle Beteiligten im Gesundheitswesen wichtig - und wird immer wichtiger.
Seine zunehmende Bedeutung in der medizinischen Versorgung bildet deshalb den Schwerpunkt unseres
diesjährigen Symposiums. Entscheidungsträger aus den verschiedenen Bereichen des Deutschen
Gesundheitssystems beleuchten HTA aus ihrer Perspektive. Dabei kommen nicht nur Vertreter der
stationären und ambulanten Versorgung zur Wort. Bedeutung und Auswirkung von HTA in der Gesundheitspolitik,
für Ärzte und Krankenversicherung stehen ebenfalls auf der Liste. Auch die Industrie muss sich mit HTA
auseinandersetzen. Hier ist besonders interessant, ob es bei Medizinprodukten und Arzneimitteln
unterschiedliche Ansätze gibt. Außerdem gilt besondere Aufmerksamkeit
dem eigentlichen Nutznießer der Gesundheitsversorgung: dem Patienten.
Traditionsgemäß dient das Symposium dem Austausch. Ersteller und Anwender von HTA, Wissenschaftler,
Politiker, Fachleute, Mediziner, Interessierte: Für Alle bieten wir ausführlichen Raum zur Diskussion.
Einerseits zu den Vorträgen, insbesondere bei der Podiumsdiskussion mit namhaften Vertretern
des Gesundheitswesens. Andererseits im persönlichen Gespräch,
wozu Pausen zwischen den Themenblöcken und auch die Abendveranstaltung ausreichend Gelegenheit verschaffen.
Die wissenschaftliche Seite von HTA kommt natürlich nicht zu kurz. Mehrere Vorträge befassen
sich mit dem Einfluss von HTA auf Qualität im Gesundheitswesen. Ein weiterer Schwerpunkt ist
die Multidisziplinarität von HTA. Neben Wirksamkeit und Ökonomie wecken insbesondere Epidemiologie
und Versorgungsforschung zunehmend das Interesse der Ersteller und Entscheidungsträger.
Unter Aus- und Weiterbildung widmen wir uns dieses Jahr der Methodik der HTA-Berichte.
Gerade in der heutigen Zeit ist eine verlässliche Grundlage für gesundheitspolitische
Entscheidungen unerlässlich. Das betrifft alle Ebenen des Gesundheitswesens,
vom Politiker bis zum Patienten. HTA bietet sich als Lösung an.
Doch wo liegt Akzeptanz, Wirkung, Wunsch und Anforderung? Welche Schritte braucht die Zukunft?
Hier wollen und werden wir mit diesem Symposium Antworten finden.
Ich wünsche Ihnen anregende Tage in Köln,
Alric Rüther,
Leiter der Deutschen Agentur
für HTA des DIMDI
(DAHTA@DIMDI)
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