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<GmsArticle>
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    <Identifier>awmf000168</Identifier>
    <ArticleType>Mitteilung</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Klinische Studien unterst&#252;tzen&#33;</Title>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Wagner</Lastname>
          <LastnameHeading>Wagner</LastnameHeading>
          <Firstname>Uwe</Firstname>
          <Initials>UW</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Klinik f&#252;r Gyn&#228;kologie, Gyn&#228;kologische Endokrinologie und Onkologie, Baldingerstr., 35033 Marburg (Lahn)<Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Gie&#223;en und Marburg - Standort Marburg</Affiliation></Address>
        <Email>wagneru&#64;med.uni-marburg.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="yes">author</Creatorrole>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>M&#252;ller</Lastname>
          <LastnameHeading>M&#252;ller</LastnameHeading>
          <Firstname>Wolfgang</Firstname>
          <Initials>W</Initials>
          <AcademicTitle>M.A.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>AWMF-Gesch&#228;ftsstelle, Ubierstr. 20, 40223 D&#252;sseldorf<Affiliation>AWMF, D&#252;sseldorf</Affiliation><WebPage>http:&#47;&#47;awmf.org</WebPage></Address>
        <Email>office&#64;awmf.org</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">editor</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf, K&#246;ln</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DateReceived>20080923</DateReceived>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20081021</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-4269</ISSN>
        <Volume>5</Volume>
        <JournalTitle>GMS Mitteilungen aus der AWMF</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Mitt AWMF</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>25</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>
        <Mark1>Die Durchf&#252;hrung klinischer Studien geh&#246;ren zum Mittelpunkt der Weiterentwicklung der Medizin - gerade in der Onkologie fallen jedoch zunehmende H&#252;rden in der Durchf&#252;hrung klinischer Studien auf. Studien, die durch Studiengruppen oder BMBF&#47;DFG gef&#246;rdert werden, sind nur ann&#228;hernd kostendeckend und k&#246;nnen keine &#252;berm&#228;&#223;igen Overheads f&#252;r die Zentren zur Verf&#252;gung stellen - gerade diese Studien sind jedoch von au&#223;erordentlicher Bedeutung f&#252;r eine unabh&#228;ngige Weiterentwicklung der Medizin. Die AGO Studiengruppe in Wiesbaden, das Studiensekretariat NOGGO der Charit&#233; in Berlin und die GBG Forschungs GmbH in Neu-Isenburg appellieren an die forschenden Kolleginnen und Kollegen: &#34;Bitte helfen Sie uns bei dem Anliegen zur Unterst&#252;tzung derartiger Studienprojekte durch Information aller beteiligter Partner&#34;:</Mark1>
      </Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Text">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline>
      <Pgraph>Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,</Pgraph>
      <Pgraph>sehr h&#228;ufig wird die Bedeutung von klinischen Studien und auch deren Mehraufwand f&#252;r die jeweilige Abteilung einer Klinik von den Kolleginnen und Kollegen anderer Abteilungen untersch&#228;tzt. Daraus ergeben sich manchmal Missverst&#228;ndnisse, die f&#252;r den Ablauf von Studien und auch f&#252;r die gegenseitige Kommunikation nicht f&#246;rderlich sind. Wir m&#246;chten Ihnen daher in K&#252;rze die Wichtigkeit von klinischen Studien sowie die damit verbundene nicht unerhebliche Belastung skizzieren.</Pgraph>
      <SubHeadline>Warum klinische Studien &#63;</SubHeadline>
      <Pgraph>Die kontinuierliche Verbesserung der Behandlung onkologischer Patienten kann nur erreicht werden, wenn neue Therapieverfahren in klinischen Studien &#252;berpr&#252;ft werden. Dabei handelt es sich nicht nur um medikament&#246;se Behandlungen, sondern auch um neue operative M&#246;glichkeiten bzw. strahlentherapeutische Optionen. </Pgraph>
      <Pgraph>Ziele dieser klinischen Studien sind, neue Behandlungsoptionen auf ihre Vertr&#228;glichkeit und antitumorale Aktivit&#228;t zu &#252;berpr&#252;fen (Phase 1 und 2 Studien), effektivere Behandlungen im Vergleich zum g&#228;ngigen Standard zu erarbeiten (Phase 3, 4 Studien) oder gleichwertige Therapien zu charakterisieren, die eine Reduktion von Nebenwirkungen erm&#246;glichen.. Ohne klinische Studien w&#228;re es auch nicht m&#246;glich die enormen molekularbiologischen Fortschritte der letzten Jahre in den klinischen Alltag zu transferieren, ein gutes Beispiel daf&#252;r ist die Integration von Trastuzumab in die metastasierte und adjuvante Behandlung des Mammakarzinoms.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Teilnahme an klinischen Studien er&#246;ffnet Patienten die M&#246;glichkeit, mit &#252;ber den gegenw&#228;rtigen Standard hinausgehenden Therapien behandelt werden zu k&#246;nnen. F&#252;r diese Teilnahme m&#252;ssen qualitative Voraussetzungen erf&#252;llt sein, zu denen neben personellen Ressourcen in der teilnehmenden Klinik auch ein Netzwerk mit Kooperationspartnern (z.B. Labor, Radiologie, Apotheke, Pathologie) geh&#246;rt. Durch ein regelm&#228;&#223;iges Monitoring wird die sachgerechte Durchf&#252;hrung der Therapien &#252;berpr&#252;ft. Somit ist es f&#252;r Kliniken ein wichtiges Qualit&#228;tsmerkmal, erfolgreich an Studien teilzunehmen. F&#252;r zertifizierte Brustzentren ist es ein gefordertes, obligates Qualit&#228;tsmerkmal, dass ein bestimmter Anteil der behandelten Mammakarzinompatientinnen im Rahmen von Studien behandelt wird. Die Studiengruppe Ovarialkarzinom der  Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Gyn&#228;kologische Onkologie (AGO) konnte zeigen, dass die kontinuierliche Teilnahme von Kliniken an deren Studien zu einer Verbesserung der Behandlungsqualit&#228;t und damit auch des &#220;berlebens von Patientinnen mit Ovarialkarzinom gef&#252;hrt hat.</Pgraph>
      <Pgraph>Daher sind klinische Studien nicht nur ein wichtiger (Werbe-)Faktor f&#252;r die teilnehmenden Kliniken, sondern auch f&#252;r deren Patientinnen, die eine optimale Therapie erwarten. F&#252;r den Wissenschaftsstandort Deutschland besitzen klinische Studien eine herausragende Bedeutung zur Erhaltung und St&#228;rkung des Standortes im internationalen Vergleich.</Pgraph>
      <SubHeadline>Wie funktionieren klinische Studien und kann damit Geld verdient werden&#63;</SubHeadline>
      <Pgraph>Klinische Studien m&#252;ssen, um verl&#228;ssliche Daten zu erarbeiten und damit unseren Patienten den gr&#246;sst m&#246;glichen Nutzen zu garantieren, nach international definierten Qualit&#228;tskriterien (ICH-GCP, International Conference on Harmonisation-Good Clinical Practice) durchgef&#252;hrt werden. Dies erfordert einerseits Studiengruppen, die sich um die Umsetzung klinisch wissenschaftlicher Fragestellungen k&#252;mmern, andererseits eine Infrastruktur mit onkologisch spezialisierten &#196;rzten mit Studienerfahrung und mit speziell ausgebildeten Studienschwestern und Studiendokumentaren. H&#228;ufig sind den klinischen Studien zus&#228;tzlich translationale Subprojekte angeschlossen, in deren Rahmen Biomaterialien wie Tumorgewebe, Serum und Vollblut asserviert und untersucht werden. Die Durchf&#252;hrung dieser Aufgaben in der geforderten Qualit&#228;t ist f&#252;r die jeweilige Klinik mit einem betr&#228;chtlichen personellen Mehraufwand und damit einer finanziellen Belastung verbunden. Von den &#246;ffentlichen Tr&#228;gern werden die Kosten f&#252;r die personellen Ressourcen nicht getragen, so dass &#252;ber Dokumentationsaufwands-Honorare versucht wird diese finanzielle Mehrbelastung zu decken. Staatliche F&#246;rdermittel f&#252;r klinische Studien wie in anderen L&#228;ndern (z.B. England, USA) stehen in Deutschland im Regelfall nicht zur Verf&#252;gung. Mit Studien kann daher kein Geld verdient werden, im besten Fall k&#246;nnen die damit verbundenen Mehrausgaben gedeckt werden. Und es ist der Motivation und des Engagements der jeweiligen von der Wichtigkeit und Notwendigkeit klinischer Studien &#252;berzeugten Studiengruppen und Pr&#252;f&#228;rzte zu verdanken, dass in Deutschland &#252;berhaupt noch eine pharmaunabh&#228;ngige Studienkultur existiert. Um diese zu erhalten ist es wichtig die nationalen, leider jedoch finanziell schlecht gestellten, Studiengruppen zu unterst&#252;tzen und zu st&#228;rken.</Pgraph>
      <Pgraph>Die pharmazeutische Industrie ist ein wichtiger Partner und ohne deren Unterst&#252;tzung h&#228;tten viele Projekte nicht durchgef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Allerdings ist es wichtig, dass den Pharmafirmen ein ad&#228;quater Ansprechpartner gegen&#252;ber steht, welcher gew&#228;hrleistet, dass eine wissenschaftlich orientierte und nicht ausschliesslich profitorientierte klinische Forschung erfolgt.</Pgraph>
      <Pgraph>Wir m&#246;chten Sie herzlichst bitten, die klinischen Studienprojekte der nationalen Studiengruppen zu unterst&#252;tzen, auch wenn mit diesen Studien kein Geld verdient werden kann. Unsere gemeinsame T&#228;tigkeit im Rahmen von klinischen Studien wird es den Patienten auch in Zukunft weiterhin erm&#246;glichen, neue innovative Substanzen zu erhalten und damit am internationalen wissenschaftlichen Fortschritt zu partizipieren. Nur so wird der Wissenschaftsstandort Deutschland weiterhin eine Rolle in der internationalen klinischen Forschung spielen.</Pgraph>
    </TextBlock>
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